Gerichtliches Mahnverfahren

Der Ablauf des gerichtlichen Mahnverfahrens sieht so aus, dass wir für den Gläubiger im automatisierten Mahnverfahren (Vordruck Mahnbescheid) beim zuständigen Amtsgericht (Mahngericht) einen Mahnbescheid beantragen. Die Höhe der entstehenden Gerichtskosten richtet sich nach der Summe der ausstehenden Forderung. Inkassogebühren entstehen für unsere Dienstleistung in Höhe von € 25,00, gegebenenfalls zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Der Schuldner hat einen Betrag von € 25,00 an den Gläubiger zu erstatten. Der erlassene Mahnbescheid wird dem Schuldner zugestellt. Legt der Schuldner innerhalb von zwei Wochen keinen Widerspruch ein, können wir die Erteilung eines Vollstreckungsbescheides (gerichtlicher Titel) beantragen. Sobald der erlassene und an den Schuldner zugestellte Vollstreckungsbescheid vorliegt, kann aus dem Titel die Zwangsvollstreckung betrieben werden. Ein Vorteil einer gerichtlich festgestellten Forderung ist, dass der Zahlungsanspruch bis zu 30 Jahre lang nachgehalten werden kann. Der Einwand "Verjährung von Forderungen" ist sodann seitens des Schuldners nicht mehr relevant. Eine Ausnahme ist hier die Durchführung eines Insolvenzverfahrens mit Restschuldbefreiung.